Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Medikamenteneinnahme immer Wechselwirkungen prüfen.
Was ist CBD?
Cannabidiol (CBD) ist ein nicht-psychoaktiver Wirkstoff der Cannabispflanze. Im Gegensatz zu THC macht CBD nicht "high" — es wirkt hauptsächlich über das Endocannabinoid-System, das an der Regulation von Schlaf, Angst, Schmerz und Entzündung beteiligt ist. In Deutschland sind CBD-Produkte als Nahrungsergänzungsmittel legal erhältlich (max. 0,2 % THC), seit 2021 auch in Apotheken.
CBD und Schlaf: Was Studien zeigen
Die Forschungslage zu CBD und Schlaf ist vielversprechend aber noch nicht abgeschlossen. Klar belegt: CBD reduziert Angst, was indirekt den Schlaf verbessert. Eine Langzeitstudie (2019, 72 Patienten) zeigte: 66 % berichteten verbesserten Schlaf nach einem Monat CBD-Einnahme. Bei PTSD-assoziierten Albträumen zeigt CBD deutliche Wirkung. Weniger klar: Direkte Schlafeffekte unabhängig von Angstreduktion.
Dosierung und Verabreichung
CBD wirkt dosisabhängig und biphasisch: Niedrige Dosen (10–30 mg) wirken eher wachmachend und angstlösend — gut für Tageseinsatz. Höhere Dosen (50–150 mg) wirken sedierend und schlaffördernd. Für Schlaf: 25–50 mg, 1 Stunde vor dem Schlaf. Sublinguales Öl hat schnellere Aufnahme (15–30 Min.) als Kapseln (1–2 Std.). Die Wirkung zeigt sich besonders in den späteren Schlafphasen der Nacht. Qualitätsunterschiede bei CBD-Produkten sind erheblich — auf COA (Certificate of Analysis) vom unabhängigen Labor achten.
CBD und Medikamente: Wechselwirkungen beachten
CBD hemmt Cytochrom-P450-Enzyme in der Leber — das gleiche System, das viele Medikamente abbaut. Das kann zu erhöhten Blutspiegeln anderer Substanzen führen. Besondere Vorsicht bei: Blutverdünnern (Warfarin), Epilepsiemedikamenten, Immunsuppressiva, vielen Herzmedikamenten. Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme immer Arzt fragen vor CBD-Start.