Wirkung
Muskelentspannung, GABA-Aktivierung, reduziert Cortisol, hilft bei RLS
Dosierung
200–400 mg, abends (mit Glycinat oder Malat besser verträglich)
Geeignet für
Muskelverspannungen, Restless Legs, Stress, Magnesiummangel
Nicht geeignet
Niereninsuffizienz (ärztliche Rücksprache)

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Medikamenteneinnahme immer Wechselwirkungen prüfen.

Magnesium als Schlüsselmineral für Schlaf

Magnesium ist an über 300 enzymatischen Prozessen im Körper beteiligt — darunter die Regulation des Nervensystems und der Muskelentspannung. Für den Schlaf ist es in mehrfacher Hinsicht relevant: Es aktiviert GABA-Rezeptoren (hemmende Neurotransmitter), senkt den Cortisolspiegel und reguliert die Melatoninproduktion. Schätzungsweise 60–70 % der Deutschen haben einen suboptimalen Magnesiumstatus — oft ohne es zu wissen. Magnesium unterstützt direkt die Qualität des Tiefschlafs.

Magnesiummangel und Schlafstörungen

Magnesiummangel ist eng mit Schlafproblemen verknüpft: Unruhige Beine, nächtliche Wadenkrämpfe, nervöse Anspannung und leichter Schlaf sind häufige Symptome. Besonders betroffen: Sportler (hoher Verbrauch), Menschen unter chronischem Stress (erhöhte Ausscheidung), ältere Personen und Diabetiker. Ein Bluttest (Serum-Magnesium) erfasst nur 1 % des Gesamtmagnesiums im Körper — ein Mangel kann trotz unauffälligem Blutbild vorliegen. Chronischer Stress erhöht den Magnesiumverbrauch erheblich.

Welche Magnesiumform ist am besten?

Magnesiumglycinat: Beste Bioverfügbarkeit, kaum Magenprobleme, Glycin hat eigenständige schlaffördernde Wirkung (senkt Körpertemperatur, hemmt erregender Neurotransmitter). Magnesiummalat: Ebenfalls gut verträglich, eher für Muskelerschöpfung geeignet. Magnesiumoxid: Günstig, aber schlechte Bioverfügbarkeit (~4 %) und häufig Durchfall. Magnesiumcitrat: Mittlere Bioverfügbarkeit, gut verträglich. Für Schlaf: Glycinat ist erste Wahl.

Magnesium bei Restless Legs

Restless Legs Syndrom (RLS) — der unwiderstehliche Drang, die Beine zu bewegen — ist häufig mit Magnesiummangel assoziiert. Mehrere Studien zeigen, dass Magnesiumsupplementierung RLS-Symptome reduziert, besonders bei schwangerschaftsassoziiertem RLS. Jedoch ist Eisenmangel die häufigere RLS-Ursache — beides prüfen lassen. Magnesium ist bei Restless Legs einen Versuch wert, bevor Medikamente eingesetzt werden.

Häufige Fragen

Magnesiumglycinat wird am besten resorbiert und verursacht kaum Magenprobleme. Glycin selbst hat zudem schlaffördernde Eigenschaften.
30–60 Minuten vor dem Schlafen. Mit einer kleinen Mahlzeit oder Glas Wasser.