Symptome
- Lautes Schnarchen
- Beobachtete Atemaussetzer
- Erwachen mit Luftnot
- Extreme Tagesmüdigkeit
- Morgenkopfschmerzen
- Konzentrationsprobleme
Was ist Schlafapnoe?
Schlafapnoe (griech. "Atemnot im Schlaf") ist eine schlafbezogene Atmungsstörung, bei der es zu wiederholten Atempausen von mindestens 10 Sekunden kommt. Schätzungsweise 4–7 % der Erwachsenen sind betroffen — die meisten ohne Diagnose. Bei der häufigsten Form, der obstruktiven Schlafapnoe (OSA), erschlafft die Rachenmuskulatur und verlegt die Atemwege. Die weniger häufige zentrale Schlafapnoe hat neurologische Ursachen.
Ursachen und Risikofaktoren
Übergewicht ist der stärkste Risikofaktor — Fettgewebe am Hals engt die Atemwege ein. Weitere Risiken: männliches Geschlecht, Alter über 40, anatomische Besonderheiten (zurückliegendes Kinn, große Zunge, enge Atemwege), Alkohol (entspannt Rachenmuskulatur zusätzlich), Nikotinkonsum, Rückenlage. Auch Menschen mit normalem Gewicht können betroffen sein, besonders wenn anatomische Faktoren vorliegen.
Gesundheitliche Folgen: Kein Kavaliersdelikt
Unbehandelte Schlafapnoe ist ernstzunehmen: Der durch Atemaussetzer verursachte Sauerstoffabfall und die nächtlichen Weckreaktionen belasten das Herz-Kreislauf-System erheblich. Studien zeigen: OSA verdoppelt bis verdreifacht das Herzinfarktrisiko, erhöht Schlaganfall- und Bluthochdruck-Risiko signifikant, verschlechtert die Blutzuckerregulation und ist mit einem erhöhten Unfallrisiko (Sekundenschlaf) verbunden. Besonders betroffen: der Tiefschlaf wird durch die Weckreaktionen stark fragmentiert.
Diagnose: Der Weg ins Schlaflabor
Diagnostiziert wird Schlafapnoe per Polysomnographie im Schlaflabor — die Goldstandard-Untersuchung, die Hirnströme, Augenbewegungen, Muskelaktivität, Herzrhythmus, Atemfluss und Sauerstoffsättigung aufzeichnet. Als Screening kann ein Heimschlaf-Monitor eingesetzt werden. Der Hausarzt kann zum Schlafmediziner oder Pneumologen überweisen.
Behandlung: CPAP und Alternativen
Die CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure) gilt als Goldstandard: Eine Atemmaske hält durch leichten Überdruck die Atemwege offen. Die meisten Patienten berichten nach wenigen Nächten deutlich bessere Erholung, weniger Tagesmüdigkeit und mehr Lebensqualität. Alternativen: Unterkieferschienen (bei leichter bis mittelschwerer OSA), Gewichtsreduktion (oft kurativer Effekt bei übergewichtigen Patienten), Lagetherapie (Rückenlage vermeiden), in seltenen Fällen operative Eingriffe.
Wichtig: Bei anhaltenden Schlafproblemen (über 4 Wochen) sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Viele Schlafstörungen sind sehr gut behandelbar.