Symptome

  • Laute Atemgeräusche im Schlaf
  • Trockener Mund am Morgen
  • Unruhiger Schlaf
  • Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf

Warum schnarchen Menschen?

Schnarchen entsteht, wenn Muskulatur und Weichteile im Rachenraum (Zäpfchen, Gaumensegel, Zungenrücken) im Schlaf erschlaffen und die Atemluft beim Passieren Vibrationen erzeugt. Rund 45 % der Erwachsenen schnarchen gelegentlich, 25 % chronisch. Schnarchen nimmt mit dem Alter zu, da die Muskelspannung generell nachlässt.

Harmloses Schnarchen vs. Schlafapnoe

Primäres (gutartiges) Schnarchen ist laut und lästig, verursacht aber keine Atemaussetzer und keine Sauerstoffabfälle. Schlafapnoe ist ernst: Dabei hört das Schnarchen ab, gefolgt von Stille (Atemaussetzer) und dann einem lauten Schnappen oder Prusten. Wer von Partnern auf solche Muster hingewiesen wird, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Ursachen die jeder beeinflussen kann

Alkohol ist der größte Verstärker: Er entspannt die Rachenmuskulatur zusätzlich, selbst moderate Mengen (2 Gläser) erhöhen das Schnarchvolumen nachweislich. Übergewicht — besonders am Hals — engt die Atemwege mechanisch ein. Rückenlage lässt die Zunge nach hinten fallen und verengt den Atemweg. Nasale Verstopfung (Allergie, Erkältung) zwingt zur Mundatmung und erhöht das Schnarchrisiko.

Effektive Maßnahmen gegen Schnarchen

Die richtige Schlafposition ist die einfachste und effektivste Sofortmaßnahme — Seitenlage hält die Atemwege offen; ein Körperkissen oder ein aufgenähter Tennisball im Rücken helfen, sie zu halten. Nasale Erweiterungsstreifen verbessern den Luftfluss bei nasalem Schnarchen. Unterkieferschienen vom Zahnarzt halten den Kiefer nach vorne und halten die Atemwege offen — bewährt bei mittelschwerem Schnarchen. Gewichtsreduktion von nur 5–10 % kann Schnarchen deutlich reduzieren. Gaumentraining (myofunktionelle Übungen) stärkt die Rachenmuskulatur und reduziert Schnarchen um bis zu 36 % laut einer brasilianischen Studie.

Schnarchen und die Partnerschaft

Chronisches Schnarchen belastet Partnerschaften erheblich — Schlafentzug des Partners führt zu Gereiztheit, Konzentrationsproblemen und ist ein häufiger Grund für Trennungsschläfzimmer. Kommunikation und gemeinsame Lösungssuche sind wichtig. Ohrstöpsel, White-Noise-Geräte und getrennte Schlafzeiten können kurzfristig helfen, lösen das Grundproblem aber nicht.

Wichtig: Bei anhaltenden Schlafproblemen (über 4 Wochen) sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Viele Schlafstörungen sind sehr gut behandelbar.

Häufige Fragen

Beim harmlosen Schnarchen gibt es keine Atemaussetzer. Bei der Schlafapnoe hört das Schnarchen kurz auf — dann folgt ein Luftschnappen. Letzteres sollte ärztlich untersucht werden.
Seitenlage. In Rückenlage entspannt die Zungenmuskulatur nach hinten und verengt die Atemwege. Ein Körperkissen oder aufgenähter Tennisball im Rücken helfen, die Seitenlage zu halten.