"Ich lag jede Nacht wach und grübelte. Bis ich aufgehört habe zu kämpfen."
Das Problem: Karin hatte nach einem Jobwechsel monatelang nicht einschlafen können. Um 23 Uhr ins Bett, um 3 Uhr noch wach. "Ich habe alles probiert: warme Milch, Baldrian, Einschlafroutinen. Ich war so fixiert darauf einzuschlafen, dass mein Körper es erst recht verweigert hat."
Was nicht geholfen hat: Schlaftabletten machten sie tagsüber träge. Melatonin wirkte anfangs, danach kaum noch. Früher ins Bett gehen verschlimmerte das Grübeln.
Die Wende: Karins Hausärztin empfahl ihr CBT-I — kognitive Verhaltenstherapie für Schlaflosigkeit. Der entscheidende Schritt war die Schlafrestriktion: erst ab 0:30 Uhr ins Bett, egal wie müde. "Die ersten Wochen waren brutal. Aber nach drei Wochen war der Druck weg. Ich schlief ein, bevor ich überhaupt anfangen konnte zu grübeln."
Heute: Karin schläft seit 5 Monaten ohne Unterbrechung durch. "Das Geheimnis war, aufzuhören zu versuchen einzuschlafen — und stattdessen das Bett wieder mit Schlafen zu verbinden."