Symptome
- Einschlafschwierigkeiten durch Ohrgeräusche
- Erhöhte Lautstärke des Tinnitus in der Stille
- Angst vor dem ruhigen Schlafzimmer
- Tagesmüdigkeit und Konzentrationsprobleme
Warum Tinnitus und Schlaf sich gegenseitig sabotieren
In der Stille der Nacht gibt es keine ablenkenden Umgebungsgeräusche — der Tinnitus tritt in den Vordergrund. Die erhöhte Wahrnehmung aktiviert das Stresssystem, Cortisol steigt. Schlafmangel verstärkt seinerseits die Tinnituswahrnehmung: Nach schlechten Nächten berichten Betroffene den Tinnitus als lauter und belastender.
Sound Masking: Der direkteste Weg zum Einschlafen
Die wirksamste Sofortmaßnahme ist Sound Masking: leise Hintergrundgeräusche, die den Tinnitus in den Hintergrund rücken. Geeignet sind weißes Rauschen, Pink Noise, braunes Rauschen oder Naturgeräusche. Niedrige Lautstärke, die Entspannung statt Aufmerksamkeit erzeugt, ist wirksamer als vollständige Überdeckung.
Tinnitus-KVT und langfristige Habituation
Die nachhaltigste Behandlung setzt an der Bewertung an: Das Gehirn lernt, den Tinnitus als neutrales Signal zu klassifizieren. Ergänzend hilft Progressive Muskelrelaxation: Sie verschiebt die Aufmerksamkeit in den Körper, weg vom Ohrgeräusch. Stresshormon-Verstärker: Cortisol und Schlaf. Einschlafen ohne Grübeln: Einschlafprobleme.
Wichtig: Bei anhaltenden Schlafproblemen (über 4 Wochen) sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Viele Schlafstörungen sind sehr gut behandelbar.