Symptome
- Schwitzen und häufiges Aufwachen bei Hitze
- Trockene Augen oder Schleimhäute durch Zugluft
- Verspannter Nacken nach direkter Luftströmung
- Einschlafen dauert bei über 24 Grad länger
- Unruhiger, flacher Schlaf in Hitzenächten
Warum Hitze den Schlaf stört
Zum Einschlafen sinkt die Körperkerntemperatur um etwa ein halbes bis ein Grad. Ist das Schlafzimmer zu warm, gelingt das schlechter, du schwitzt, wachst häufiger auf und hast weniger Tiefschlaf. Als ideal gelten etwa 17 bis 19 Grad, mehr dazu unter Schlafzimmer-Temperatur. In heißen Sommernächten ist das oft nicht erreichbar, hier helfen Ventilator und Klimaanlage, siehe auch Besser schlafen im Sommer.
Ventilator: Nutzen und Grenzen
Ein Ventilator kühlt nicht den Raum, sondern den Körper, weil die bewegte Luft den Schweiß schneller verdunsten lässt. Bei Hitze bis etwa 30 Grad hilft das spürbar, bei sehr hohen Temperaturen kann der Luftstrom dagegen austrocknen. Richte den Luftzug nicht direkt auf Kopf und Nacken, sondern an die Wand oder in den Raum. Ein leiser Ventilator sorgt außerdem für gleichmäßiges Rauschen, das manche beim Einschlafen als angenehm empfinden.
Klimaanlage richtig einstellen
Stelle die Klimaanlage nicht auf 16 Grad, sondern auf etwa 20 bis 24 Grad, damit der Temperaturunterschied zur Außenluft nicht zu groß ist. Kühle das Zimmer schon vor dem Schlafengehen und nutze den Timer oder den Schlafmodus, damit die Temperatur in der zweiten Nachthälfte nicht zu stark fällt. Richte den Luftstrom nicht aufs Bett. Reinige die Filter regelmäßig, sonst verteilen sich Staub und Keime im Raum.
Mögliche Nachteile
Direkte Zugluft kann den Nacken verspannen, siehe Nackenschmerzen und Schlafposition. Trockene Luft reizt Augen und Schleimhäute, was bei Allergikern oder empfindlichen Menschen Husten und eine trockene Nase begünstigt. Ein Schälchen Wasser im Raum hilft nur begrenzt, wichtiger ist es, die Luftströmung zu lenken. Wer morgens verstopft aufwacht, sollte auch an Raumluft und CO2 denken.
Weitere Tipps gegen Hitze im Schlafzimmer
Lüfte nachts und früh am Morgen, wenn es draußen kühl ist, und halte tagsüber Rollläden und Vorhänge geschlossen. Nutze dünne Bettwäsche aus Baumwolle oder Leinen, siehe Bettdecke wählen. Ein lauwarmes statt eiskaltes Duschen vor dem Schlafen senkt die Körpertemperatur nachhaltiger. Trinke tagsüber ausreichend und verzichte abends auf Alkohol, der die Wärmeabgabe stört.
Wichtig: Bei anhaltenden Schlafproblemen (über 4 Wochen) sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Viele Schlafstörungen sind sehr gut behandelbar.