Symptome
- Dumpfer oder drückender Kopfschmerz direkt nach dem Aufwachen
- Oft beidseitig, im Stirn- oder Schläfenbereich
- Mundtrockenheit und Schnarchen
- Verspannter Kiefer oder Nacken
- Tagesmüdigkeit
Wann spricht man von Morgenkopfschmerzen?
Von Morgenkopfschmerzen spricht man, wenn Kopfschmerzen regelmäßig beim Aufwachen oder in den ersten Stunden nach dem Aufstehen auftreten. Oft lassen sie im Laufe des Vormittags nach. Sie sind kein eigenes Krankheitsbild, sondern ein Hinweis, dass im Schlaf etwas nicht stimmt, zum Beispiel Atmung, Muskelspannung oder Flüssigkeitshaushalt.
Häufige Ursachen
Schlafapnoe: Atemaussetzer senken den Sauerstoffgehalt und erhöhen CO2, das kann Kopfschmerzen auslösen. Typisch sind Schnarchen, Mundtrockenheit und Tagesmüdigkeit, siehe Schlafapnoe. Zähneknirschen: Nächtliches Pressen verspannt Kiefer und Schläfenmuskeln, siehe Bruxismus. Alkohol: Er stört den Schlaf und entzieht dem Körper Flüssigkeit. Koffein: Wer abends viel Kaffee trinkt oder morgens spät Kaffee bekommt, kann Entzugskopfschmerzen entwickeln. Schlafmangel oder zu langes Schlafen: Beides bringt den Rhythmus durcheinander. Nacken und Schlafposition: Ein falsches Kissen belastet die Halswirbelsäule, siehe Nackenschmerzen und Schlafposition. Weitere: Spannungskopfschmerz, Migräne, zu häufige Schmerzmittel, hoher Blutdruck, Depression.
Was du selbst tun kannst
- Führe zwei Wochen ein Schlaftagebuch und notiere Kopfschmerzen, Alkohol, Koffein und Schlafzeiten.
- Reduziere Alkohol am Abend und Koffein ab dem frühen Nachmittag, siehe Koffein und Schlaf.
- Trinke tagsüber ausreichend.
- Halte feste Schlaf- und Aufstehzeiten ein.
- Prüfe Kissenhöhe und Schlafposition.
- Entspanne Kiefer und Nacken am Abend, etwa mit progressiver Muskelentspannung.
- Nimm Schmerzmittel nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat ohne ärztlichen Rat, sonst können sie selbst Kopfschmerzen verursachen.
Wann du ärztliche Hilfe brauchst
Geh zum Arzt, wenn Morgenkopfschmerzen mehrmals pro Woche auftreten, mit Schnarchen und Atemaussetzern einhergehen oder neu nach dem 50. Lebensjahr beginnen. Sofort ärztliche Hilfe brauchst du bei plötzlichem, stärkstem Kopfschmerz, Fieber mit Nackensteife, Sehstörungen, Lähmungen, Sprachstörungen oder Verwirrtheit. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.
Wichtig: Bei anhaltenden Schlafproblemen (über 4 Wochen) sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Viele Schlafstörungen sind sehr gut behandelbar.