Symptome
- Aufwachen durch Straßenlärm oder Schnarchen
- Leichter, unruhiger Schlaf bei Geräuschen
- Reizbarkeit durch Lärmstress
- Druckgefühl durch schlecht sitzende Stöpsel
- Ohrenschmalz-Probleme bei Dauergebrauch
Wie Lärm den Schlaf stört
Auch Geräusche, die dich nicht wecken, wirken sich aus: Sie führen zu kurzen Mikro-Aufwachreaktionen, flacherem Schlaf und einem Anstieg von Puls und Stresshormonen. Dauerhafter Nachtlärm gilt als Risikofaktor für Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wenn du Lärm nicht abstellen kannst, sind Ohrstöpsel eine einfache Lösung. Weitere Möglichkeiten: Schlafumgebung optimieren.
Die gängigen Arten im Überblick
Schaumstoff: Günstig und stark dämmend, aber weniger hygienisch bei langer Nutzung, Einmalprodukt. Silikon: Formbar, wiederverwendbar und angenehm bei Seitenlage, dämmen weniger als Schaumstoff. Wachs: Passen sich dem Gehörgang an, können aber kleben. Maßgefertigte Gehörschützer: Passgenau und komfortabel, aber teuer. Für Seitenschläfer sind flache Schlafstöpsel ohne Überstand ideal.
Richtig einsetzen
Wasche die Hände, rolle Schaumstoff zwischen den Fingern zusammen, ziehe das Ohr leicht nach hinten oben und setze den Stöpsel ein, bis er sitzt. Lasse ihn sich ausdehnen. Wenn Druck oder Schmerzen entstehen, ist er zu groß oder falsch eingesetzt.
Risiken und Nebenwirkungen
Bei dauerhafter Nutzung kann Ohrenschmalz in den Gehörgang geschoben werden, Reizungen und Infekte sind möglich, besonders bei unsauberen Stöpseln. Wechsle Stöpsel regelmäßig, reinige Silikonstöpsel mit mildem Wasser und pausiere bei Ohrenschmerzen, Juckreiz, Ausfluss oder Hörminderung. Ein Wecker oder Rauchmelder sollte weiterhin hörbar bleiben, im Zweifel Vibrationswecker nutzen. Wer unter Ohrgeräuschen leidet, findet Tipps unter Tinnitus und Schlaf.
Alternativen zu Ohrstöpseln
Weißes Rauschen oder gleichmäßige Geräusche können Lärm überdecken, Schallschutzfenster oder Teppiche dämmen. Bei lautem Partner kann auch eine Behandlung des Schnarchens helfen. Eine Schlafmaske kombiniert gut mit Ohrstöpseln.
Wichtig: Bei anhaltenden Schlafproblemen (über 4 Wochen) sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Viele Schlafstörungen sind sehr gut behandelbar.