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Schlafproblem

Autismus und Schlaf: Warum Schlafprobleme häufig sind und was erwachsenen Betroffenen hilft

Menschen im Autismus-Spektrum haben deutlich häufiger Schlafprobleme. Sensorische Empfindlichkeit, feste Routinen und Angst spielen eine Rolle. Mit reizarmem Schlafzimmer und klaren Abläufen lässt sich vieles verbessern.

Felix
Von Felix Redaktionell geprüft
Aktualisiert: 2 Min. Lesezeit Schlafproblem
Titelbild zum Ratgeber: Autismus und Schlaf: Warum Schlafprobleme häufig sind und was erwachsenen Betroffenen hilft

Symptome

  • Schwieriges Einschlafen
  • Häufiges nächtliches Aufwachen
  • Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und Berührung
  • Verschobener Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Anspannung und Grübeln am Abend
Behandlungsansätze
Als Erstes
Reizarmes Schlafzimmer.
Im Alltag
Feste Abendroutine, passende Entspannung, die mit Autismus Erfahrung hat.
Wenn es anhält
Bei anhaltenden Problemen Rücksprache mit Ärztin oder Therapeutin.

Warum Schlafprobleme bei Autismus häufiger sind

Studien zeigen, dass Schlafstörungen bei Menschen im Autismus-Spektrum deutlich häufiger vorkommen als in der übrigen Bevölkerung. Mögliche Gründe sind eine erhöhte Empfindlichkeit für Licht, Geräusche, Temperatur und Berührung, Veränderungen im Melatonin-Rhythmus, Angst und Grübeln sowie Schwierigkeiten, sich von Reizen des Tages zu lösen.

Das Schlafzimmer reizarm gestalten

Dunkelheit, Ruhe und eine angenehme Temperatur sind besonders wichtig. Hilfreich können sein: Verdunkelung oder Schlafmaske, Ohrstöpsel, weiche Bettwäsche ohne kratzende Etiketten, eine Gewichtsdecke und ein sehr schwaches, warmes Licht, siehe Schlafen mit Nachtlicht. Weitere Hinweise: Schlafzimmer-Temperatur.

Feste Routinen geben Sicherheit

Ein immer gleicher Abendablauf in der gleichen Reihenfolge entlastet. Plane den Abend in Schritten, etwa Essen, Duschen, ruhige Beschäftigung, Zähneputzen, Bett. Visuelle Pläne oder Listen können helfen. Halte die Aufstehzeit stabil, siehe Einschlafroutine aufbauen und Schlafhygiene.

Entspannung und Grübeln

Hilfreich sind Atemübungen, progressive Muskelentspannung und ruhige Geräusche, siehe Progressive Muskelentspannung und Geräusche zum Einschlafen. Bei Grübeln hilft Aufschreiben vor dem Schlafen, siehe Gedankenkarussell stoppen. Bei gleichzeitigem ADHS siehe ADHS und Schlafstörungen.

Medikamente und ärztliche Begleitung

Melatonin wird manchmal bei Schlafproblemen im Autismus-Spektrum eingesetzt, siehe Melatonin. Das sollte mit einer Ärztin oder einem Arzt abgesprochen werden, der oder die Erfahrung mit Autismus hat. Bei anhaltenden Problemen oder Begleiterkrankungen wie Angst oder Depression ist fachliche Unterstützung wichtig. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.

Wichtig: Bei anhaltenden Schlafproblemen (über 4 Wochen) sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Viele Schlafstörungen sind sehr gut behandelbar.

Häufige Fragen

Warum schlafen Menschen mit Autismus häufiger schlecht?
Mögliche Gründe sind erhöhte Empfindlichkeit für Reize, Veränderungen im Melatonin-Rhythmus, Angst und Schwierigkeiten, abzuschalten.
Was hilft bei Autismus beim Einschlafen?
Ein reizarmes Schlafzimmer, eine feste Abendroutine, Entspannungsübungen und gegebenenfalls Gewichtsdecke, Ohrstöpsel oder Schlafmaske.
Hilft Melatonin bei Autismus?
Es wird manchmal eingesetzt, sollte aber mit einer Ärztin oder einem Arzt abgesprochen werden.
Wann sollte ich Fachleute einbeziehen?
Wenn Schlafprobleme länger als einige Wochen bestehen, den Alltag stark beeinträchtigen oder mit Angst, Depression oder Verhaltensänderungen einhergehen.
FG
Felix

Nach seinem Burnout 2018 und monatelangen Schlafproblemen widmete sich Felix intensiv der Schlafforschung. Seit 2021 schreibt er auf SchlafenTipps.de.

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