Symptome
- Schmerz an der Außenseite der Hüfte im Liegen
- Aufwachen beim Drehen auf die Seite
- Schmerz beim Aufstehen am Morgen
- Ausstrahlung in den Oberschenkel
- Besserung beim Gehen
Warum die Hüfte beim Seitenschlafen schmerzt
In Seitenlage trägt die Hüfte einen großen Teil des Körpergewichts. Ist die Matratze zu hart, entsteht Druck auf Hüftknochen und Weichteile. Häufige Ursachen für Schmerzen an der Außenseite sind eine Reizung der Sehnenansätze oder eine Schleimbeutelentzündung (Trochanter-Bursitis), seltener auch Hüftarthrose.
So lagerst du die Hüfte entlastet
Lege in Seitenlage ein Kissen zwischen die Knie, damit das oben liegende Bein nicht nach vorn sinkt und das Becken gerade bleibt. Ein weiteres Kissen vor dem Oberkörper kann die Schulter entlasten. Wechsle zwischen den Seiten oder nutze Rückenlage mit Kissen unter den Knien, siehe Rückenschmerzen nachts und Schlafposition.
Matratze und Topper
Eine zu harte Matratze verstärkt den Druck auf die Hüfte. Ein Topper oder eine weichere Schulter- und Hüftzone können helfen. Mehr: Matratze und Härtegrad wählen.
Was tagsüber und abends hilft
Regelmäßige Bewegung, sanftes Dehnen der Hüftmuskulatur und Kräftigung unter Anleitung der Physiotherapie, Wärme am Abend, siehe Warmes Bad vor dem Schlafen. Vermeide langes Sitzen mit überschlagenen Beinen. Bei Dauerschmerz siehe Chronischer Schmerz und Schlaf.
Wann zum Arzt?
Lass Hüftschmerzen ärztlich abklären, wenn sie länger als zwei bis drei Wochen anhalten, nachts stark sind, mit Schwellung, Rötung, Fieber, Hinken oder Bewegungseinschränkung einhergehen oder nach einem Sturz beginnen. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.
Wichtig: Bei anhaltenden Schlafproblemen (über 4 Wochen) sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Viele Schlafstörungen sind sehr gut behandelbar.