Symptome
- Trockener, klebriger Mund beim Aufwachen
- Durst nachts
- Raue Kehle oder Heiserkeit am Morgen
- Mundgeruch am Morgen
- Häufiges Aufwachen zum Trinken
Warum der Mund nachts trocken wird
Im Schlaf produziert der Körper weniger Speichel. Atmest du zusätzlich durch den Mund, trocknet die Schleimhaut schneller aus. Häufige Ursachen sind verstopfte Nase, Schnarchen und Atemaussetzer, trockene Heizungsluft, Alkohol und Koffein am Abend sowie bestimmte Medikamente.
Mögliche Ursachen im Überblick
Mundatmung: durch verstopfte Nase, Allergie oder Polypen, siehe Allergie und Schlaf und Nasenatmung im Schlaf. Schnarchen und Schlafapnoe: siehe Schnarchen und Schlafapnoe. Medikamente: etwa Antihistaminika, einige Antidepressiva und Blutdruckmittel. Erkrankungen: Diabetes, Sjögren-Syndrom und Dehydrierung. Lebensstil: Alkohol, Rauchen, trockene Luft.
Was abends und nachts hilft
1. Trinke tagsüber ausreichend und abends nicht zu knapp, aber auch nicht zu viel. 2. Sorge für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer, siehe Ventilator und Klimaanlage. 3. Verzichte abends auf Alkohol, siehe Alkohol und Schlaf. 4. Behandle eine verstopfte Nase, zum Beispiel mit Salzlösung. 5. Stelle ein Glas Wasser ans Bett. 6. Putze die Zähne gründlich, denn Mundtrockenheit erhöht das Kariesrisiko.
Von Mundpflastern ist abzuraten
Mundpflaster gelten nicht als sichere Lösung, siehe Mundpflaster zum Schlafen. Besser ist es, die Ursache der Mundatmung zu behandeln.
Wann zum Arzt?
Suche ärztlichen Rat, wenn der trockene Mund dauerhaft besteht, mit starkem Durst und vermehrtem Wasserlassen einhergeht (möglicher Diabetes, siehe Schlaf und Diabetes), mit Schluckbeschwerden, trockenen Augen oder Gelenkschmerzen verbunden ist oder nach neuen Medikamenten auftritt. Auch bei lautem Schnarchen mit Atemaussetzern solltest du dich untersuchen lassen. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.
Wichtig: Bei anhaltenden Schlafproblemen (über 4 Wochen) sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Viele Schlafstörungen sind sehr gut behandelbar.