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Schlaf-Glossar

129 Fachbegriffe aus Schlafwissenschaft und Schlafmedizin — klar und verständlich erklärt.

129 Fachbegriffe erklärt
24 Buchstaben abgedeckt
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Peer reviewed — alle Quellen belegt
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A

AHI (Apnoe-Hypopnoe-Index)

Maßzahl für die Schwere der Schlafapnoe: Anzahl der Atemaussetzer (Apnoen) plus Hypopnoen (teilweise Atemreduktionen) pr… mehr

Adenosin

Neurotransmitter und endogener Schlaf-Wirkstoff. Adenosin akkumuliert sich während der Wachphase kontinuierlich im Gehir… mehr

Aktigraphie

Messung von Bewegungsmustern über längere Zeit (Tage bis Wochen) mit einem handgelenk-getragenen Bewegungssensor (Aktigr… mehr

Alpha-Wellen

Gehirnwellen (8–12 Hz) im entspannten Wachzustand, kurz vor dem Einschlafen. L-Theanin erhöht Alpha-Wellen-Aktivität.… mehr

Apigenin

Flavonoid in Kamille, das an Benzodiazepin-Rezeptoren bindet und schwach sedierend wirkt.… mehr

Apnoe

Atemaussetzer im Schlaf. Bei Schlafapnoe treten diese repetitiv auf und unterbrechen die Schlafarchitektur.… mehr

Arousal

Kurze, oft unbewusste Aufwachmomenten während des Schlafs — zu kurz um als bewusstes Aufwachen wahrgenommen zu werden (3… mehr

Arousal (Schlaf)

Kurze Weckreaktionen aus dem Schlaf, die 3–15 Sekunden dauern und meistens nicht bewusst wahrgenommen werden. Ein gesund… mehr

B

Bimodaler Schlaf

Historisches Schlafmuster, das vor künstlicher Beleuchtung in weiten Teilen Europas verbreitet war: Zwei separate Schlaf… mehr

Biologische Uhr

Interner ca. 24-Stunden-Taktgeber im Nucleus suprachiasmaticus des Hypothalamus. Steuert Schlaf-Wach-Rhythmus, Körpertem… mehr

Biphasischer Schlaf

Schlafmuster mit zwei Schlaf-Episoden pro Tag: ein längerer Nachtschlaf (5–7 Stunden) plus ein kürzerer Mittagsschlaf (2… mehr

Bruxismus

Unwillkürliches Zähneknirschen oder -pressen im Schlaf (Schlaf-Bruxismus) oder tagsüber (Wach-Bruxismus). Betrifft ca. 8… mehr

C

CPAP

Continuous Positive Airway Pressure — Atemtherapiegerät bei Schlafapnoe. Hält durch leichten Überdruck die Atemwege offe… mehr

Chronobiologie

Wissenschaftliche Disziplin, die biologische Rhythmen und ihre zeitliche Organisation untersucht. Befasst sich mit circa… mehr

Chronotherapie

Therapeutisches Verfahren zur Behandlung von Schlafphasenstörungen durch systematische Verschiebung der Schlafzeiten. Be… mehr

Chronotyp

Individueller biologischer Schlaf-Wach-Rhythmus. Unterscheidet zwischen Frühtypen (Lerchen) und Spättypen (Eulen). Genet… mehr

Circadiane Amplitude

Die Stärke des circadianen Rhythmus — die Größe des Unterschieds zwischen dem täglichen Hoch- und Tiefpunkt von Cortisol… mehr

Circadianer Rhythmus

Der ca. 24-stündige biologische Rhythmus aller Körperfunktionen. Wird hauptsächlich durch Licht synchronisiert.… mehr

Cortisol

Stresshormon, das morgens natürlich ansteigt (Cortisol-Erwachungsreaktion) und abends sinken sollte. Chronisch hoher Cor… mehr

Cortisol Awakening Response

Abkürzung CAR — der natürliche Cortisol-Anstieg in den ersten 30–45 Minuten nach dem Aufwachen. Cortisol steigt im Schla… mehr

Cortisol-Erwachungsreaktion

Auch Cortisol Awakening Response (CAR) — physiologischer Anstieg des Cortisolspiegels um 50–100% in den ersten 30–45 Min… mehr

D

Delta-Wellen

Langsame Gehirnwellen (0,5–4 Hz) mit hoher Amplitude, die kennzeichnend für den Tiefschlaf (NREM 3) sind. Der Tiefschlaf… mehr

Desynchronisation

Verlust der normalen zeitlichen Ausrichtung zwischen biologischen Rhythmen und Umweltsignalen. Tritt bei Jetlag, Schicht… mehr

Dim Light Melatonin Onset

Abkürzung DLMO — der Zeitpunkt, zu dem Melatonin bei gedämpftem Licht zu steigen beginnt, typisch 2 Stunden vor der natü… mehr

E

Einschlaflatenz

Die Zeit von "Augen schließen" bis zum Einschlafen. Normal: 10–20 Minuten. Unter 5 Min. signalisiert Schlafmangel, über … mehr

Entrainment

Zirkadiane Synchronisation — der Prozess, durch den die innere biologische Uhr an externe Zeitgeber (Zeitgebers) angepas… mehr

Entspannungsparadox

Phänomen bei dem das bewusste Bemühen um Schlaf den gegenteiligen Effekt erzeugt — erhöhte Anspannung und Wachheit. Trit… mehr

Epworth-Schläfrigkeitsskala

Standardisierter Fragebogen zur Messung von Tagesmüdigkeit, entwickelt 1991 von Murray Johns. 8 Alltagssituationen werde… mehr

F

5-HTP

5-Hydroxytryptophan — natürliche Zwischenstufe zwischen L-Tryptophan und Serotonin. Wird aus der afrikanischen Schwarzbo… mehr

G

GABA

Gamma-Aminobuttersäure — wichtigster inhibitorischer (hemmender) Neurotransmitter im zentralen Nervensystem. GABA beruhi… mehr

Gedächtniskonsolidierung

Prozess der Festigung von Erinnerungen vom kurzfristigen Arbeitsgedächtnis in den Langzeitspeicher. Findet überwiegend i… mehr

Glia-Lymphatisches System

System zur Reinigung des Gehirns von Abfallprodukten (u.a. Amyloid-Beta). Aktiv hauptsächlich im Tiefschlaf — Schlafmang… mehr

Glymphatisches System

Das lymphatische Reinigungssystem des Gehirns, entdeckt 2013 von Maiken Nedergaard. Während des Schlafs (besonders Tiefs… mehr

H

Hypersomnie

Übermäßige Schläfrigkeit trotz ausreichend Schlaf. Gegenteil von Insomnie. Kann auf verschiedene Grunderkrankungen hinwe… mehr

Hypnagoge Halluzinationen

Lebhafte Wahrnehmungen (visuelle, akustische oder taktile) im Übergang vom Wachen zum Schlafen (NREM-1-Phase). Völlig no… mehr

Hypnagoge Zuckungen

Ruckartige Muskelkontraktionen beim Einschlafen (NREM 1). Harmlos, tritt häufiger bei Erschöpfung auf.… mehr

Hypnogramm

Grafische Darstellung des Schlafverlaufs über eine Nacht — zeigt den Wechsel zwischen Wach, N1 (Leichtschlaf), N2 (Kernc… mehr

Hypnopompe Halluzinationen

Visuelle, akustische oder taktile Wahrnehmungen beim Erwachen (Übergang vom Schlaf zum Wachen) — Gegenstück zu hypnagoge… mehr

Hypnotherapie

Therapeutisches Verfahren, das Hypnose als Werkzeug einsetzt. Bei Schlafstörungen als Ergänzung zur KVT-I klinisch relev… mehr

Hypocretin

Auch Orexin — Neurotransmitter, der Wachheit stabilisiert. Bei Narkolepsie sind die Hypocretin-produzierenden Neuronen z… mehr

I

Inflammaging

Kunstwort aus Inflammation (Entzündung) und Aging (Altern) — beschreibt den chronischen niedriggradigen Entzündungszusta… mehr

Infradian-Rhythmus

Biologischer Rhythmus mit einer Periode länger als 24 Stunden. Beispiele: Menstruationszyklus (ca. 28 Tage), saisonale S… mehr

Insomnie

Schlafstörung mit Ein- und/oder Durchschlafproblemen. Chronisch: mindestens 3x pro Woche über mindestens 3 Monate.… mehr

Insomnie-Paradox

Auch sleep state misperception — das Phänomen, dass Insomniepatienten ihre tatsächliche Schlafdauer systematisch untersc… mehr

Insomniker

Person, die unter chronischer Insomnie leidet. Merkmale: anhaltende Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen, subjek… mehr

J

Jetlag

Desynchronisation des circadianen Rhythmus durch schnelles Überqueren von Zeitzonen. Melatonin und strategische Lichtexp… mehr

K

K-Komplex

Charakteristisches EEG-Muster im NREM-2-Schlaf: eine steile negative Spitze gefolgt von einer positiven Welle, mindesten… mehr

KVT-I

Kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie — die wirksamste Behandlungsmethode bei chronischer Insomnie. Übertrifft Schla… mehr

Kataplexie

Plötzlicher, reversibler Verlust des Muskeltonus, ausgelöst durch starke Emotionen (Lachen, Überraschung, Wut). Charakte… mehr

Kohärenter Schlaf

Auch Schlafkonsistenz — das Ausmaß, in dem Einschlaf- und Aufwachzeiten von Nacht zu Nacht stabil bleiben. Kohärenter Sc… mehr

Konditioniertes Arousal

Auch "konditionierte Wachheit" — ein Kernmechanismus der chronischen Insomnie. Das Bett wird durch wiederholtes Wachlieg… mehr

Konfuzionelles Erwachen

Auch Schlaftrunkenheit oder Sleep Inertia — Zustand der Desorientierung und verminderten kognitiven Leistungsfähigkeit u… mehr

Körperkerntemperatur

Innentemperatur des Körpers (Körperstamm, Organe) — ein kritischer Parameter für Schlaf-Regulation. Um einzuschlafen mus… mehr

L

Lichttherapie

Therapeutische Exposition gegenüber hellem künstlichem Licht (typisch 10.000 Lux, 20–30 Minuten morgens) zur Behandlung … mehr

Luzides Träumen

Zustand des Bewusstseins im Traum — der Träumende weiß, dass er träumt, und kann den Trauminhalt beeinflussen. Neurobiol… mehr

M

MSLT (Multiple Sleep Latency Test)

Standardtest zur Messung von Tagesmüdigkeit und Einschlaflatenz. Ablauf: Nach einer Polysomnographie wird der Patient 5 … mehr

Melatonin

Hormon der Zirbeldrüse, das Dunkelheit signalisiert und den circadianen Rhythmus reguliert. Unterdrückt durch blaues Lic… mehr

Melatonin-Fenster

Das individuelle Zeitfenster in dem Melatonin natürlich ausgeschüttet wird und der Körper schlafbereit ist. Beginnt typi… mehr

Microsleep

Sehr kurze (1–30 Sekunden) unfreiwillige Schlaf-Episoden im Wachzustand. Zeichen extremen Schlafmangels. Im Straßenverke… mehr

Muskelatonie

Vollständige Lähmung der Skelettmuskulatur während des REM-Schlafs. Schutzmechanismus des Gehirns: verhindert, dass getr… mehr

N

NREM

Non-Rapid Eye Movement — Sammelbegriff für alle Schlafphasen außer REM. Unterteilt in NREM 1 (leicht), NREM 2 (mittel), … mehr

Nachtterror

Auch Pavor nocturnus — NREM-Parasomnie, die typischerweise 1–3 Stunden nach dem Einschlafen im Tiefschlaf auftritt. Betr… mehr

Nap-Fenster

Der optimale Zeitraum für einen Mittagsschlaf ohne negativen Einfluss auf den Nachtschlaf. Das Nap-Fenster liegt für die… mehr

Napping

Gezielter Kurzschlaf tagsüber zur Leistungssteigerung oder Erholung. Verschiedene Formen: Nano-Nap (1–5 Minuten), Power-… mehr

Narkolepsie

Neurologische Schlaf-Wach-Störung durch Verlust von Orexin (Hypocretin) produzierenden Neuronen. Symptome: exzessive Tag… mehr

Non-24-Stunden-Rhythmusstörung

Störung des zirkadianen Rhythmus, bei der die innere Uhr länger als 24 Stunden läuft und sich nicht mit dem Tag-Nacht-Zy… mehr

Non-24h-Schlaf-Wach-Störung

Seltene circadiane Rhythmusstörung, bei der die innere Uhr länger als 24 Stunden läuft und sich täglich um 30–60 Minuten… mehr

Nykturie

Häufiges nächtliches Aufwachen zum Wasserlassen — mehr als einmal pro Nacht. Häufigste Schlafstörung ab dem mittleren Le… mehr

O

Orexin

Auch Hypocretin — Neuropeptid aus dem lateralen Hypothalamus, das Wachheit stabilisiert und die Übergänge zwischen Schla… mehr

Orexin (Hypocretin)

Neuropeptid-Hormon produziert im lateralen Hypothalamus, das Wachheit, Appetit und emotionale Reaktionen reguliert. Orex… mehr

Orthosomnie

Kunstwort aus Ortho (korrekt) und Insomnie — beschreibt eine Art Schlafperfektionismus, der durch Schlaftracker-Daten au… mehr

Östrogen und Schlaf

Östrogen beeinflusst den Schlaf über mehrere Wege direkt. Es fördert REM-Schlaf, stabilisiert die Thermoregulation (nied… mehr

P

Parasomnien

Sammelbegriff für unerwünschte Verhaltensweisen, Bewegungen und Erlebnisse die im Schlaf oder beim Übergang zwischen Sch… mehr

Parasympathikus

Der "Rest-and-Digest"-Zweig des autonomen Nervensystems. Senkt Herzrate und Blutdruck, fördert Verdauung und Entspannung… mehr

Periphere Vasodilatation

Erweiterung der Blutgefäße in der Körperperipherie (Hände, Füße, Haut) als aktiver Mechanismus der Wärmeabgabe beim Eins… mehr

Phasenvorschiebung

Auch Phase Advance — Verschiebung des Schlaf-Wach-Rhythmus zu früheren Zeiten. Tritt bei Westwärts-Flugreisen (leichter … mehr

Polyphasischer Schlaf

Schlafmuster mit mehr als zwei Schlaf-Episoden pro Tag. Extreme Varianten wie Uberman (6× 20 Min. täglich) sind wissensc… mehr

Polysomnographie

Goldstandard der Schlafdiagnostik — gleichzeitige Aufzeichnung mehrerer Körperfunktionen über eine ganze Nacht im Schlaf… mehr

Progesteron

Weibliches Steroidhormon, das direkt schlaffördernd wirkt: Progesteron (und sein Metabolit Allopregnanolon) bindet an GA… mehr

Propriozeption und Schlaf

Propriozeption ist die Wahrnehmung der eigenen Körperposition und Bewegung ohne visuelle Information. Im Schlaf — besond… mehr

R

REM

Rapid Eye Movement — die Traumphase mit schnellen Augenbewegungen, lebhaften Träumen und Muskelatonie. Wichtig für emoti… mehr

REM-Deprivation

Gezielter oder versehentlicher Entzug von REM-Schlaf. Folgen: emotionale Instabilität (REM ist für emotionale Regulierun… mehr

REM-Rebound

Kompensatorische Zunahme von REM-Schlaf nach vorherigem REM-Entzug. Tritt nach Alkohol-Nächten (Alkohol unterdrückt REM … mehr

REM-Schlaf-Verhaltensstörung (RBD)

Parasomnie, bei der die normale Muskelatonie im REM-Schlaf fehlt. Betroffene führen Trauminhalte körperlich aus — Schlag… mehr

Restless Legs Syndrom (RLS)

Neurologische Erkrankung mit unangenehmem Kribbeln und unwiderstehlichem Bewegungsdrang in den Beinen, v.a. in Ruhe.… mehr

Revenge Bedtime Procrastination

Deutsch: Abend-Prokrastination als Kompensation — bewusstes spätes Schlafengehen, um Freizeit und Selbstbestimmung zurüc… mehr

S

Schlaf-Effizienz

Verhältnis von tatsächlicher Schlafdauer zur Zeit im Bett, ausgedrückt in Prozent. Formel: Schlafdauer / Zeit im Bett x … mehr

Schlaf-Inerzie

Auch Sleep Inertia oder Schlaftrunkenheit — der Zustand reduzierter Aufmerksamkeit, Reaktionszeit und kognitiver Leistun… mehr

Schlafapnoe-Index (AHI)

Apnoe-Hypopnoe-Index — Anzahl der Atemaussetzer und Teilaussetzer pro Stunde Schlaf. Schweregrade: unter 5 = normal, 5–1… mehr

Schlafarchitektur

Die zeitliche Struktur und Abfolge der Schlafphasen über eine Nacht — also wie oft und wie lange NREM-1, NREM-2, NREM-3 … mehr

Schlafdruck

Auch Homöostatischer Schlafdruck oder Sleep Pressure — die Schlafbereitschaft des Körpers, die sich im Wachzustand durch… mehr

Schlafeffizienz

Prozentualer Anteil der tatsächlichen Schlafzeit an der im Bett verbrachten Zeit. Schlafeffizienz = (Schlafzeit / Bettze… mehr

Schlafentzug

Erzwungener oder freiwilliger Mangel an Schlaf. Bereits 24 Stunden Schlafentzug erzeugen kognitive Beeinträchtigungen ve… mehr

Schlaffragmentierung

Unterbrechung der normalen Schlafarchitektur durch häufiges kurzes Aufwachen oder Wechsel in leichtere Schlafstadien. Ka… mehr

Schlafkontinuität

Maß für die Unterbrechungsfreiheit des Schlafs — wie zusammenhängend die Schlafphasen ablaufen, ohne pathologische Fragm… mehr

Schlaflatenz

Die Zeitspanne zwischen dem Lichtausschalten und dem Eintreten des ersten Schlafs (Schlafbeginn, N1). Normale Schlaflate… mehr

Schlafparalyse

Kurze Unfähigkeit, sich beim Aufwachen oder Einschlafen zu bewegen. Übergang zwischen REM-Schlaf und Wachzustand. Harmlo… mehr

Schlafphasenstörung

Verschiebung des zirkadianen Schlaf-Wach-Rhythmus gegenüber gesellschaftlichen Normen. Verzögerte Schlafphasenstörung (D… mehr

Schlafrestriktion

KVT-I-Technik: Bettzeit auf tatsächliche Schlafdauer begrenzen um Schlafdruck aufzubauen. Effektive Behandlung von Insom… mehr

Schlafschuld

Auch Sleep Debt — akkumulierter Schlafmangel über mehrere Nächte. Der Körper merkt sich Schlafdefizite: Wer fünf Nächte … mehr

Schlafspindeln

Kurze Ausbrüche schneller Gehirnwellen (12–15 Hz, 0,5–3 Sekunden) die charakteristisch für NREM-2-Schlaf sind. Schlafspi… mehr

Schlaftagebuch

Strukturierte tägliche Dokumentation von Schlaf-Parameter: Zubettgehzeit, Einschlaflatenz, Aufwachzeiten, Aufstehzeit, S… mehr

Schnarchen

Vibration von Gewebe im oberen Atemweg (Gaumensegel, Uvula, Zungengrund, Rachenwände) durch turbulenten Luftstrom. Ursac… mehr

Serotonin

Neurotransmitter, der als Vorstufe von Melatonin dient. Wird tagsüber durch Licht und Bewegung produziert, nachts zu Mel… mehr

Slow-Wave-Sleep

Synonym für NREM 3 (Tiefschlaf). Benannt nach den langsamen Delta-Wellen im EEG.… mehr

Somnambulismus

Schlafwandeln — eine Parasomnie des Tiefschlafs (NREM 3). Betroffene verlassen das Bett, führen automatische Handlungen … mehr

Sozialer Jetlag

Diskrepanz zwischen dem biologisch optimalen Schlaf-Wach-Rhythmus (bestimmt durch den Chronotyp) und den gesellschaftlic… mehr

Stimuluskontrolle

KVT-I-Technik zur Wiederherstellung der Assoziation Bett = Schlaf. Regeln: Bett nur zum Schlafen und Sex nutzen (nicht l… mehr

Suprachiasmatischer Nucleus (SCN)

Kleiner Hirnbereich im Hypothalamus — der Master-Schalter der biologischen Uhr. Empfängt Lichtsignale direkt von der Net… mehr

T

Tagesmüdigkeit

Auch Excessive Daytime Sleepiness (EDS) — übermäßige Schläfrigkeit tagsüber trotz ausreichend Nachtschlaf. Kann Zeichen … mehr

Targeted Memory Reactivation

Auch TMR — Forschungstechnik bei der während des Schlafs sensorische Cues (Geräusche, Gerüche) präsentiert werden, die m… mehr

Tau-Protein

Mikrotubulus-assoziiertes Protein, das in gesunden Neuronen die Stabilität der Zellstruktur sichert. Bei Alzheimer und a… mehr

Temperaturrhythmus

Zirkadianer Rhythmus der Körperkerntemperatur — sie schwankt täglich um ca. 1°C. Tiefpunkt: ca. 4–5 Uhr morgens. Höhepun… mehr

Thermische Schlafregulation

Der Körper senkt aktiv seine Kerntemperatur um 0,5–1,5 Grad Celsius als Einschlaf-Signal. Dieser Abkühlungsprozess ist n… mehr

Theta-Wellen

Gehirnwellen (4–8 Hz) im NREM-1-Schlaf und bei Tiefentspannung. Zeichen der Übergangsphase zum Schlaf.… mehr

Tiefschlaf

NREM-3-Phase mit Delta-Wellen. Wichtigste Phase für körperliche Regeneration, Wachstumshormon-Ausschüttung und Immunfunk… mehr

Tryptophan

Essenzielle Aminosäure, Vorstufe von Serotonin und Melatonin. Tryptophan überquert die Blut-Hirn-Schranke besonders gut … mehr

U

Ultradian-Rhythmus

Biologischer Rhythmus kürzer als 24 Stunden. Im Schlaf relevant: der ca. 90-minütige Schlafzyklus-Rhythmus (NREM → REM) … mehr

Übertraining

Zustand chronischer Erschöpfung durch zu viel Training ohne ausreichende Erholung. Paradoxes Hauptsymptom: Schlafstörung… mehr

V

Vagusnerv

Hauptnerv des parasympathischen Systems. Aktivierung durch lange Ausatmung (z.B. 4-7-8-Atmung) senkt Herzrate und förder… mehr

Vigilanz

Die anhaltende Aufmerksamkeitsfähigkeit über Zeit — die Fähigkeit, auf seltene, unvorhersehbare Signale zu reagieren (au… mehr

W

Wachphasen

Kurze Aufwachphasen am Ende jedes Schlafzyklus (ca. alle 90 Minuten). Evolutionär bedingte Umgebungsüberprüfung. Gesunde… mehr

Wachschwelle

Auch Arousal-Schwelle — die Intensität eines Reizes, die nötig ist um den Schlaf zu unterbrechen. Die Wachschwelle varii… mehr

Y

Yoga Nidra

Auch "yogischer Schlaf" — eine geführte Entspannungspraxis aus dem Yoga, die zwischen Wachzustand und Schlaf liegt. Ziel… mehr

Z

Zeigarnik-Effekt

Psychologisches Phänomen: Unvollendete Aufgaben werden besser im Gedächtnis behalten als abgeschlossene. Das Gehirn hält… mehr

Zeitgeber

Externe Signale, die die innere Uhr synchronisieren. Wichtigster Zeitgeber: Licht (über den Nucleus suprachiasmaticus). … mehr

Zirbeldrüse

Kleine Drüse im Gehirn, die Melatonin produziert. Reagiert auf Dunkelheit mit Melatonin-Ausschüttung. Auch "Epiphyse" ge… mehr

Zirkadiane Amplitude

Die Stärke des circadianen Rhythmus — der Unterschied zwischen Hoch- und Tiefpunkt eines Biomarkers (z.B. Melatonin, Kör… mehr

Zirkadianer Rhythmus

Der biologische ca. 24-Stunden-Takt aller Körperfunktionen. Steuert Schlaf, Temperatur, Hormone, Verdauung. Wird durch L… mehr

Häufige Fragen zur Schlafwissenschaft

Der zirkadiane Rhythmus ist die innere biologische Uhr des Körpers mit einem Zyklus von ca. 24 Stunden. Er steuert Schlaf-Wach-Rhythmus, Körpertemperatur, Hormonausschüttung und viele andere physiologische Prozesse. Der Taktgeber sitzt im suprachiasmatischen Nucleus (SCN) des Hypothalamus. Hauptzeitgeber ist Licht — Morgenlicht synchronisiert die Uhr täglich. Störungen des zirkadianen Rhythmus (Jetlag, Schichtarbeit) haben messbare Gesundheitsfolgen. Mehr: Zirkadiane Rhythmusstörungen.

REM (Rapid Eye Movement) ist die Schlafphase mit schnellen Augenbewegungen, lebhaften Träumen und weitgehend paralysierter Skelettmuskulatur. REM ist entscheidend für: Gedächtniskonsolidierung (emotionale Erinnerungen), emotionale Verarbeitung und Regulation, Kreativität und Problemlösung. REM-Schlaf konzentriert sich auf die zweite Nachthälfte — deshalb ist früher Wecker besonders schädlich für die geistige Gesundheit. Mehr: REM-Schlaf erklärt.

Adenosin ist ein Neuromodulator, der sich im Gehirn während der Wachzeit akkumuliert. Je mehr Adenosin sich ansammelt, desto größer ist der Schlafdruck. Koffein blockiert Adenosin-Rezeptoren — es beseitigt das Adenosin nicht, sondern maskiert es nur. Nach Koffein-Abbau ist der aufgestaute Adenosin-Effekt stärker. Tiefschlaf baut Adenosin am effizientesten ab. Mehr: Schlapdruck und Adenosin.

Schlafphasen sind die einzelnen Stadien innerhalb einer Nacht: NREM 1 (Einschlafen), NREM 2 (Leichtschlaf), NREM 3 (Tiefschlaf) und REM. Ein Schlafzyklus ist eine vollständige Abfolge dieser Phasen — dauert ca. 90 Minuten. Eine Nacht besteht aus 4–6 Zyklen. Die Zusammensetzung ändert sich über die Nacht: frühe Zyklen = mehr Tiefschlaf, späte Zyklen = mehr REM. Mehr: Schlafphasen im Detail.

Schlafhygiene bezeichnet alle Verhaltens- und Umgebungsmaßnahmen, die guten Schlaf fördern. Kernelemente: Feste Aufwachzeit, kühles und dunkles Schlafzimmer (17–19 °C), kein Blaulicht vor dem Schlafen, kein Koffein ab 14 Uhr, kein Alkohol als Einschlafhilfe. Schlafhygiene ist die Basis der klinischen Insomnie-Behandlung (KVT-I) und wirksamer als die meisten Schlafmittel. Alle Maßnahmen im Detail: Schlaftipps.

Wissen in der Praxis anwenden

Schlafbegriffe verstanden — jetzt in Tipps und Rechner umsetzen.

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